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Pfarrheim

Pfarrheim St. Helena, Trier-Euren

Eisenbahnstr. 4
54294 Trier

Geschichte

Die Pfarrgemeinde konnte im Jahre 1932 preisgünstig Material aus dem Abbruch der Hornkaserne zum Bau eines Pfarrheimes erwerben. (Die Hornkaserne wurde damals teilweise zu Wohnungen umgebaut und zum geringen Teil auch zum Abbruch verkauft.)

Pastor Theis vermerkte zum Bau des Pfarrheimes seinerzeit in den Pfarrbüchern: "Dieses Heim war im Jahr 1932 noch gerade im Aufbruch der neuen Zeit unter großen persönlichen Opfern und mit einer beispiellosen Bereitschaft der Pfarrkinder in einem Zeitraum von 5 Monaten entstanden. [...] In einer Woche z. B. wurden annähernd 800 Fuhren Baumaterial auf allen möglichen Fahrzeugen aus der Markusstraße nach hier geschafft, und zwar ohne jede Vergütung. Jung und Alt, Männer und Frauen halfen damals beim Bau in heiligem Wetteifer. Als Kindergarten und Heim für die Jugend, als Nähschule und Unterhaltungsraum für alle, war es für die Seelsorger die wertvollste in ihrer in dieser Zeit so schweren Seelsorgearbeit."

Nicht lange sollte sich allerdings die Pfarrei des uneingeschränkten Genusses ihres mit so viel Eifer erstellten Pfarrheimes erfreuen dürfen. Es wurde "staatsfeindliches" Eigentum. Im Jahre 1939 wurde es durch die Staatspolizei beschlagnahmt, dann 1940 enteignet und 1942 an die damalige Stadtverwaltung verkauft. 1945 übernahm die Gemeinde kurzerhand das Pfarrheim wieder in ihren Besitz. Jetzt diente es eine kurze Zeit lang (als die Kirche zerstört war) mit einigen anderen Unterkünften als Gottesdienstraum.

Auch in den folgenden Jahrzehnten war das Pfarrheim eine Begegnungsstätte für Jung und Alt. Die vielen kirchlichen Gruppen konnten hier ein- und ausgehen. Hier wurde getanzt und gefeiert. So war es nach vielen Jahren nicht zu verhindern, dass das Pfarrheim mit der Zeit beträchtliche Schäden an der Bausubstanz aufwies. Es zeigte sich auch aus der Erfahrung, dass einige Umbauarbeiten vorteilhaft und auch notwendig wären. So wurde im April 1993 mit den Umbau- und Renovierungsmaßnahmen begonnen, damit sich auch künftige Generationen in dem Haus treffen und Gemeindeleben praktizieren können. Am 16./17. April 1994 (nach etwa einem Jahr Bauzeit) wurde das Pfarrheim wieder feierlich durch Pfarrer Hermann Lanzerath eröffnet. Hell und freundlich präsentiert sich das renovierte Pfarrheim dem Besucher. Die vorhandene Steintreppe wurde abgeschliffen und erhielt ein neues Geländer. Zur Hausmeisterwohnung im Dachgeschoss führt nun eine neue Stahlbetontreppe mit Granitbelag. Neben den substantiellen Sanierungsarbeiten wurden auch bauliche Verbesserungen erzielt. So entstanden durch das Überbauen des früheren großen Balkons auf der ersten Etage ein neuer, größerer Küchenraum, ein zusätzlicher Gruppenraum sowie eine neue Toilettenanlage. Der große Pfarrsaal erhielt einen neuen Bodenbelag, neue Wandschränke und eine neue Bühnenanlage. Im Kellergeschoss wurde der "Bauernsaal" total renoviert und mit einer neuen Thekenanlage ausgestattet sowie der Pfadfinderraum vergrößert. Finanziell hätte die Pfarrgemeinde die Maßnahme mit Gesamtkosten von 548.400,-- DM nicht alleine durchführen können, hätten nicht das Bistum und die Stadt Trier mitgeholfen, durch beträchtliche Zuschüsse die Finanzierung weitgehend zu sichern. Auch die Pfarrangehörigen halfen durch Spenden mit, dass die Finanzierungslücke geschlossen werden konnte.

Bis zur heutigen Zeit wird das Pfarrheim von den kirchlichen Gruppen und für besondere Veranstaltungen, Vorträge und genutzt.

Quelle:
Archiv der Pfarrei St. Helena, Trier Euren

Zusammenfassung:
Josef Plein, Mai 2010


Ausstattung

Neben kleinen Gruppenräumen befindet sich im Pfarrheim auch zwei größere Säle. Dieser kann mit ausgestatteter Küche (60 Pers.) für verschiedene Festlichkeiten gemietet werden. Durch eine Trennwand lässt sich ein Saal teilen, so dass auch kleine Gruppen gemütlich feiern können. Die Modalitäten zur Vermietung sind im Pfarrbüro/Pfarramt St. Helena zu erfragen.